Marienheide. Schulunterricht vor Ort
erleben, das galt für die Gesamtschüler aus Marienheide.
Im Rahmen des Pädagogikunterrichts stand das Thema
"Erziehung im Nationalsozialismus" auf dem Lehrplan.
Zu einer Exkursion im Rahmen des Themas bot sich die NS-Ordensburg
Vogelsang bei Schleiden an. Diese Anlage diente im Dritten Reich
der NSDAP als Schulungsstätte für den Nachwuchs ihrer
Führungskader, die später als "linientreue"
Verwaltungsbeamte eingesetzt werden sollten.
Die Schüler der Kurse Erziehungswissenschaften fuhren also
in die Eifel und waren von den imposanten Gebäuden
beeindruckt. Die Gesamtschüler erfuhren von der
Entstehungsgeschichte der NS-Ordensburg. Mit Originalfotos wurde
das damalige Leben in der Anlage erläutert, die aufgrund des
Kriegsausbruches nicht fertig gestellt wurde.
Nach der Einführung bekamen die Jugendlichen in verschiedenen
Gruppen kleine Arbeitsaufträge. Bei einem Rundgang über
das Gelände trugen die Gruppen an den verschiedenen Stationen
ihre Präsentationen vor. So erhielten alle einen guten
Einblick in das Konzept der Erziehung in der damaligen Zeit und
konnten sich gut das Leben der jungen Männer vorstellen, die
in der Anlage gelebt haben.
Vieles war erschreckend für die Gesamtschüler - so die
Tatsache, dass damals den Schülern jeglicher Skrupel im Umgang
mit anderen Menschen und ihre ganze Individualität aberzogen
werden sollte.
Nach den Präsentationen gab es eine Feedback-Runde, die sehr
positiv ausfiel. Die Schüler haben viel über die
Erziehung im Nationalsozialismus auf der Ordensburg gelernt.


