Wer im Winter größere Strecken fährt oder in Wintersport-Regionen unterwegs ist, der erkennt unter dem Salzschleier kaum noch die Lackfarbe seines Autos. Da hilft nur eine gründliche Autowäsche.
Eigentlich ist Umweltschützer wie der BUND beklagen es, Autofahrer finden es bei winterlicher Straßen hilfreich: In Deutschland werden wohl in diesem Winter über 2 Millionen Tonnen Streusalz verteilt. Alleine in Bayern waren es im letzten Winter über 410.000 Tonnen.
Wer durch "salzreiche" Gegenden gefahren ist oder im Wintersport unterwegs war, der sollte seinem Fahrzeug unbedingt mal eine Autowäsche mit Unterbodenreinigung gönnen. Denn das Streusalz vermischt sich mit dem getauten Wasser zu einer aggressiven Schmutzlösung, die in jede Karosserieritze dringt. Zudem legt sie sich wie eine Salzhülle über die gesamte Außenhaut.
Diese Kruste sollte man vor der Wäsche entweder selbst oder
von Mitarbeitern der Waschanlage erstmal aufweichen oder
abspülen lassen. Denn wenn die Waschbürsten direkt mit
den Salz- und Schmutzpartikeln in Berührung kommen, kann das
auf dem Lack wie Schmirgelpaste wirken.
Der Unterboden wird bei vielen Waschanlagen gegen Mehrpreis mit
gereinigt.
Eine gründliche, separate Unterbodenwäsche lohnt sich jedoch erst am Ende des Winters. Wenn es noch friert, sollten die Gummidichtungen an Türen und am Kofferraum nach der Wäsche penibel getrocknet werden.
Das Salz hat leider noch andere "Nebenwirkungen." Bei Fahrzeugen, die im Winter wenig bewegt werden und am Straßenrand geparkt sind, kann das Salz durchaus für einseitige Korrosion an den Bremsscheiben und so für eine schlechtere Bremswirkung sorgen. Und während der Fahrt kann sich das Streusalz zwischen Bremssattel und -scheibe ablagern und die Bremsleistung verschlechtern. Abhilfe bringt hier ein häufiges, leichtes Bremsen.
Meine Empfehlung: Der Winter ist leider
noch nicht ganz vorbei. Doch wer sein Auto liebt, der gönnt
ihm einen kleinen "Frühjahrsputz" zwischen durch.





