Wiehl. Die große Besucherresonanz war ein Hinweis darauf, dass die Idee wohl schon lange überfällig war, denn viele Einwohner aus Groß-und Kleinfischbach waren zur Eröffnung des "Offenen Fischbacher Bücherschranks" gekommen.
Das Prinzip der "Offenen Bücherschränke"
basiert auf einer anonymen Tauschbörse, die sich selbst
reguliert und wird bereits in vielen Städten Deutschlands und
des europäischen Auslands praktiziert.
Jeder kann Bücher einstellen oder mitnehmen, gelesene
Bücher kann man behalten oder zurückstellen.
Auf Anregung von Isolde Werst, die sich in der ökologischen Bewegung engagiert, nennt nun auch der Ort Fischbach einen "Offenen Bücherschrank", der im Eingangsbereich des Dorfhauses platziert ist, sein Eigen: "Das Konzept fördert Nachhaltigkeit, schont Ressourcen, stärkt die Nachbarschaft, dient der Gemeinschaft und schafft neues Bewusstsein jenseits von klassischem Konsum und Besitz".
Finanziert wurde der Schrank von der Interessengemeinschaft
Groß- und Kleinfischbach, für die sich dessen
Vorsitzender Matthias Born bei der Ideengeberin Isolde Werst
bedankte und sich für die Zukunft, zum Gelingen des Projektes,
viele eifrige Leseratten wünschte. Die Großfischbacherin
Inge Gotthardt stiftete zwei Romane mit dem Hinweis, sie habe sie
nicht mehr unterbringen können. "Ich finde die Idee
gut", kommentierte Sabine Rüttgers, während sie
mehrere Schmöker auf den Regalbrettern einsortierte. Im
Handumdrehen war der Schrank mit vielen Bücherspenden fast
komplett bestückt und alle Gäste stießen mit einem
Gläschen Sekt an.



