ls. Gummersbach. Noch im Dezember hatte
die sportliche Zukunft des VfL Gummersbach ganz düster
ausgesehen. Die Handballer standen auf einem Abstiegsplatz der
Bundesliga-Tabelle und hatten zum Ende der Hinrunde grade einmal
acht Punkte gesammelt.
Dass die Blau-Weißen mit ihrem Interimstrainer Emir
Kurtagic eine derart erfolgreiche Rückrunde hinlegen werden,
damit hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet.
Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein zitierte Stefan
Kretschmar, der im Saison-Sonderheft 2011 der Sport-Bild den ganz
großen Absturz voraussagte. "Im Dezember hatte es so
ausgesehen, als ob Stefan Kretschmar recht behalten sollte, doch
nun ist alles anders", freute sich Helmenstein.
Dass man jetzt zum Ende einer turbulenten Saison zum vierten Mal in
Folge im Finale eines europäischen Wettbewerbs stand, sei auch
ein großer Verdienst von Trainer Emir Kurtagic.
Deshalb verlieh ihm der Bürgermeister die kleine "Goldene
Stadtmedaille" für seine besonderen Verdienste.
Auch der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Götz Timmerbeil
dankte dem Coach: "Emir, Du bist der Beste".
Timmerbeil war froh, dass eine Saison mit "vielem Auf und
Ab" zu Ende sei. Er wünschte sich für die kommende
Spielzeit "ruhiges Fahrwasser".
Zum Abschluss des Empfangs trug sich die Mannschaft in das
"Goldene Buch" der Stadt ein.
Das letzte Heimspiel in der Eugen-Haas-Halle ging gegen die HSG
Wetzlar mit 24:25 verloren, womit die Hessen den Klassenerhalt
feierten. Die Gastgeber feierten dagegen den endgültigen
Erhalt der Lizenz für die kommende Spielzeit. Galt es doch,
eine noch offene Liquiditätslücke zu schließen. Zum
Ende der Saison verlassen Vjenceslav Somic, Igor Anic und Patrick
Wiencek den VfL Gummersbach. Kurtagic bleibt Trainer.



