Wer ihn kennt, weiß, dass auf ihn Verlass ist

Bundesverdienstkreuz für Harald Janesch

us. Drabenderhöhe. Mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde Harald Hans Janesch für seine außergewöhnlichen Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit ausgezeichnet.
Bei der Feierstunde im Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen ließ Landrat Hagen Jobi die lange Liste des jahrzehntelangen Engagements von Jasnesch für zahlreiche gesellschaftliche Belange, Revue passieren und man könnte annehmen, Harald Janesch komme ohne Schlaf und Ruhe aus. "Wer ihn kennt, weiß, dass auf ihn Verlass ist. Wer ihm begegnet, weiß, dass er seine Freizeit nicht für sich selbst nutzt", strich der Vorsitzende des Adele-Zay Hilfsvereins, Kurt Franchy, in seiner Begrüßung kurz und knapp das wesentliche Charaktermerkmal des Geehrten heraus. Diese Mentalität der bedingungslosen Mitmenschlichkeit, sei in Zeiten des betonten Egoismus nicht mehr selbstverständlich.

Schon 1965, unmittelbar nach der Übersiedlung vom rumänischen Marienburg ins Oberbergische, war Harald Janesch an der Gründung der Kreisgruppe Drabenderhöhe, der Landsmannschaft der Siebenbürgen-Sachsen beteiligt und brachte sich dort als Sportreferent in die Vorstandsarbeit ein. Hier lernte er auch seine spätere Ehefrau Anna kennen, mit der er die ersten internationalen Siebenbürgischen Jugendlager organisierte. 1994 übernahm der den stellvertretenden Landesvorsitz der NRW-Landesgruppe seiner Landsmannschaft, die er von 1998 bis 2010 als erster Vorsitzender führte.
Wohnhaft in der Mediascher Gasse, initiierte er dort als "Nachbarvater" seiner Heimatortgemeinde Marienburg, Regionaltreffen und engagierte sich unter anderem im Adele-Zay Hilfsverein, für die Hilfe der, in Rumänien verbliebenen, Marienburger Sachsen.
Für seinen Einsatz für die Siebenbürgisch-Sächsische Gemeinschaft wurde ihm bereits 1981 das Goldene Ehrenwappen verliehen.

Als Sportlehrer geradezu prädestiniert, gehörte der zu den Mitbegründern der Turnabteilung des BV 09 Drabenderhöhe, die er von 1971 bis 1992 leitete. 1972 rief er die Volleyballabteilung ins Leben, der er bis 1980 vorstand und in der er bis heute als Trainer und Betreuer von Jugendmannschaften aktiv ist.
Auch auf Kreis-und Bundesebene übte der Vater von zwei Söhnen vielfältige ehrenamtliche Ämter aus, für die er vom Westdeutschen Volleyball-Verband 2001 mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet wurde.
Als beeindruckendes Vorbild, das Dank und Anerkennung verdient habe, würdigte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wiehl, Bianka Bödecker, Janeschs Lebensleistung, die Fleiß, Zusammenhalt und Glaubenstreue demonstriere. Musikalische Glückwünsche überbrachte das Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe und der Honterus Chor, in dessen Reihen "Harry" Janesch schon seit 41 Jahren die Männerstimmen verstärkt.

Letzte Änderung: Mittwoch, 06.06.2012 12:25 Uhr

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