Schwalbe-Arena: Vertrag unterschrieben

Baubeginn im September

ls. Gummersbach. Ein Meilenstein für die sportlich erfolgreiche Zukunft des VfL Gummersbach ist gesetzt. Im Rathaus wurden die Verträge zwischen Stadt, VfL und dem Bauherren HBM-Stadien- und Sportstättenbau zum Bau der Schwalbe-Arena auf dem Steinmüller-Gelände unterschrieben.
Das Düsseldorfer Unternehmen baute unter anderem die Veltins-Arena in Gelsenkirchen, das Nelson Mandela Bay Stadium im südafrikanischen Port Elizabeth und das Dresdner Fußballstadion. Auch im Handballhallenbau haben die Rheinländer bereits viel Erfahrung: Für die SAP-Arena in Mannheim, die O2-World in Berlin oder die Rittal-Arena in Wetzlar zeichnet sich HBM verantwortlich. Diese Kompetenz hat die Verantwortlichen um Bürgermeister Frank Helmenstein dazu bewogen, den Auftrag an die Düsseldorfer Firma zu vergeben.
Natürlich haben auch die Finanzen eine große Rolle gespielt. 10,7 Millionen Euro dürfen nicht überschritten werden. HBM-Geschäftsführer Axel Eichholtz: "Es war eine sportliche Aufgabe, den finanziellen Rahmen einzuhalten. Letztlich haben wir es aber geschafft". Rund 70 Prozent der Aufträge zum Bau der Halle werden an regionale Unternehmen vergeben.
Gummersbachs Baudezernent Ulrich Stücker ist davon überzeugt, dass man trotz der finanziellen Grenzen eine architektonisch und sportlich optimale Lösung gefunden habe. Den Preis konnte man unter anderem auch deswegen halten, weil der Business-Bereich in die Halle 32 ausgelagert wird. So werden drei Millionen Euro eingespart.

4.132 Plätze wird der Innenraum fassen, davon 3.189 Sitzplätze. Eine feste und drei Teleskoptribünen sorgen dafür, dass man sowohl ein vollwertiges Handballspielfeld für die Bundesliga-Profis als auch ein jeweils abtrennbares Dreifachspielfeld für den Schulsport zur Verfügung stellen kann.
Bei ausgefahrenen Tribünen wird das Handballspielfeld in die Mitte der Halle verlegt und soll von jedem Platz der Halle gut einsehbar sein.
Von außen wird die Halle im Norden und im Süden durch eine Profilit-Verglasung verschönert, wobei der Haupteingang durch den künftig im Süden gelegenen Heiner-Brand-Platz zu finden sein wird. Von hier aus gelangen die Zuschauer durch ein attraktives Foyer zu ihren Plätzen. Die Sitzplätze werden aus einzelnen Schalensitzen bestehen.
Durch mobile Theken wird man im gesamten Foyerbereich rund um das Spielfeld Gastronomie anbieten können. An den Seiten hat man aus Kostengründen auf eine aufwendige Architektur verzichtet. Lediglich einige Fenster und Notausgänge sind geplant. Außerdem entsteht ein Übergang zur Halle 32, über den die Businesspartner des VfL direkt ihre eigene Tribüne erreichen können.

Der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Götz Timmerbeil freute sich, dass die Handballer künftig nicht mehr um ihre finanzielle Existenz, sondern nur noch um sportliche Erfolge kämpfen müssen.
Künftig wird in der Halle aber nicht nur Handball gespielt. Sechs Konzerte und vier Messen sollen jedes Jahr für 59.000 Euro Einnahmen sorgen.
Bis zur Fertigstellung des neuen Einkaufszentrums wird man mit provisorischen Parkplätzen leben müssen, ehe das Parkhaus des EKZ gemeinsam mit den Parkplätzen an der Fachhochschule für rund 2.000 Stellplätze sorgen wird. Baubeginn für die Halle ist im September, die Eröffnung ist für Juli 2013 geplant.

Letzte Änderung: Mittwoch, 20.06.2012 12:30 Uhr

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