ls. Gummersbach. Ein Meilenstein für
die sportlich erfolgreiche Zukunft des VfL Gummersbach ist gesetzt.
Im Rathaus wurden die Verträge zwischen Stadt, VfL und dem
Bauherren HBM-Stadien- und Sportstättenbau zum Bau der
Schwalbe-Arena auf dem Steinmüller-Gelände
unterschrieben.
Das Düsseldorfer Unternehmen baute unter anderem die
Veltins-Arena in Gelsenkirchen, das Nelson Mandela Bay Stadium im
südafrikanischen Port Elizabeth und das Dresdner
Fußballstadion. Auch im Handballhallenbau haben die
Rheinländer bereits viel Erfahrung: Für die SAP-Arena in
Mannheim, die O2-World in Berlin oder die Rittal-Arena in Wetzlar
zeichnet sich HBM verantwortlich. Diese Kompetenz hat die
Verantwortlichen um Bürgermeister Frank Helmenstein dazu
bewogen, den Auftrag an die Düsseldorfer Firma zu vergeben.
Natürlich haben auch die Finanzen eine große Rolle
gespielt. 10,7 Millionen Euro dürfen nicht überschritten
werden. HBM-Geschäftsführer Axel Eichholtz: "Es war
eine sportliche Aufgabe, den finanziellen Rahmen einzuhalten.
Letztlich haben wir es aber geschafft". Rund 70 Prozent der
Aufträge zum Bau der Halle werden an regionale Unternehmen
vergeben.
Gummersbachs Baudezernent Ulrich Stücker ist davon
überzeugt, dass man trotz der finanziellen Grenzen eine
architektonisch und sportlich optimale Lösung gefunden habe.
Den Preis konnte man unter anderem auch deswegen halten, weil der
Business-Bereich in die Halle 32 ausgelagert wird. So werden drei
Millionen Euro eingespart.
4.132 Plätze wird der Innenraum fassen, davon 3.189
Sitzplätze. Eine feste und drei Teleskoptribünen sorgen
dafür, dass man sowohl ein vollwertiges Handballspielfeld
für die Bundesliga-Profis als auch ein jeweils abtrennbares
Dreifachspielfeld für den Schulsport zur Verfügung
stellen kann.
Bei ausgefahrenen Tribünen wird das Handballspielfeld in die
Mitte der Halle verlegt und soll von jedem Platz der Halle gut
einsehbar sein.
Von außen wird die Halle im Norden und im Süden durch
eine Profilit-Verglasung verschönert, wobei der Haupteingang
durch den künftig im Süden gelegenen Heiner-Brand-Platz
zu finden sein wird. Von hier aus gelangen die Zuschauer durch ein
attraktives Foyer zu ihren Plätzen. Die Sitzplätze werden
aus einzelnen Schalensitzen bestehen.
Durch mobile Theken wird man im gesamten Foyerbereich rund um das
Spielfeld Gastronomie anbieten können. An den Seiten hat man
aus Kostengründen auf eine aufwendige Architektur verzichtet.
Lediglich einige Fenster und Notausgänge sind geplant.
Außerdem entsteht ein Übergang zur Halle 32, über
den die Businesspartner des VfL direkt ihre eigene Tribüne
erreichen können.
Der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Götz Timmerbeil freute
sich, dass die Handballer künftig nicht mehr um ihre
finanzielle Existenz, sondern nur noch um sportliche Erfolge
kämpfen müssen.
Künftig wird in der Halle aber nicht nur Handball gespielt.
Sechs Konzerte und vier Messen sollen jedes Jahr für 59.000
Euro Einnahmen sorgen.
Bis zur Fertigstellung des neuen Einkaufszentrums wird man mit
provisorischen Parkplätzen leben müssen, ehe das Parkhaus
des EKZ gemeinsam mit den Parkplätzen an der Fachhochschule
für rund 2.000 Stellplätze sorgen wird. Baubeginn
für die Halle ist im September, die Eröffnung ist
für Juli 2013 geplant.


